Exkursion zur Gründerszene in München

Ein von „unternehmerTUM“ ausgelobter studentischer Ideenwettbewerb war Anlass für eine von Christine Schwaiger und Beate Cesinger (Masterstudiengang „Entrepeneurship & Innovation“) organisierte dreitägige Exkursion nach München. Denn die NDU ist die einzige österreichische Universität, die neben drei deutschen Hochschulen eingeladen wurde, Ideen für die Innenarchitektur und Möblierung für ein Gründer- und Innovationszentrum zu entwickeln.

Nach dem obligatorischen Besuch des Bauplatzes bekamen wir von Helmut Kausler (Workplace Consultant) eine sehr interessante und informative Führung durch das benachbarte Steelcase Learning + Innovations Center. Am Nachmittag besuchten wir das Deutsche Patentamt, wo wir mit Themen wie der Anmeldung und des Schutzes neuer Ideen und Designs vertraut gemacht wurden. Von der Dachterrasse genossen wir einen eindrucksvollen Ausblick auf die Skyline von München. Bei Wayra Deutschland dem Accelerator des Telekomkonzerns Telefónica trafen wir eine internationale Szene von Gründern und bekamen wichtige persönliche Eindrücke und Erfahrungsberichte.

Tag zwei wurde im Forschungs Campus Garching gestartet, wo sich das Zentrum für Innovation und Gründung der TU München und die unternehmerTUM niedergelassen haben. Mark Stabel (Projektleiter) erläuterte im Detail Inhalt und Ziele des neu zu errichtenden Zentrums, bevor wir uns in einem von den Studierenden des Masterstudiengang „Entrepeneurship & Innovation“ konzipierten und moderierten Design Thinking Workshop unmittelbare Einblicke in die Bedürfnisse und Arbeitsweisen der Gründerszene erarbeiteten.

Am dritten Tag vermittelte uns Christiane Friderich (Referentin Wissens- und Technologietransfer) in der Hochschule München anschaulich den Gründungsprozesses eines Start-Ups mit allen Höhen und Tiefen. Abschließend führte uns ein Spaziergang durch den Olympiapark an den Zeltdach-Konstruktionen von Frei Otto vorbei zur BMW Welt von Coop Himmelblau. Das imposante Markenerlebnis- und Auslieferungscenter liegt direkt neben dem „Vierzylinder“, dem Hauptsitz der BMW Gruppe. Dieses wurde wie das Wifi St. Pölten vom Lehrer der Himmelblaus, Karl Schwanzer, Anfang der 1970er Jahre geplant und verweist auf den Erfolg österreichischer Architekten im Umfeld von BMW – woran wir mit einem Gewinn des Wettbewerbs hoffentlich bald anschließen können!

 

 

 

Über Multitasking, FOMO, und gehirngerechtes Arbeiten

 

In der Serie der (meist) donnerstäglichen Lunchtime Lectures konnten wir heute einen gerade für KreativarbeiterInnen besonders interessanten Aspekt beleuchten: Auf Einladung von Prof. Leinfellner referiert der Neurobiologe, Coach und Buchautor Dr. Bernd Hufnagl über die evolutionäre Entwicklung unseres Gehirns, die negativen Auswirkungen von Multitasking, Vernetzung und ständiger Erreichbarkeit, und die Wichtigkeit des Tagträumens.

Danke für den höchst spannenden Vortrag (den ersten in der Reihe ganz ohne Bilder!) – wohl alle im Saal haben dabei sehr interessanten Diskussionsstoff mitgenommen.

 

 

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Ausstellungspraxis (1)

Um mit der Praxis im Bereich Ausstellungsgestaltung näher vertraut zu werden, besuchten wir im Oktober das neue Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich. Ausstellungsgestalter Gerhard Abel (Planet Architects) gab wertvolle Einblicke in Hintergründe, strategische und konzeptionelle Entwicklung und Planung des Projekts und zahlreiche praktische Aspekte in seiner Abwicklung.

 

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X-City kick-off

Ein sehr interessantes Future-Lab-Projekt startete kürzlich in diesem vergessenen Teil von St. Pölten – mit Studierenden der Bachelor-Studiengängen Grafik-Design, Informationsdesign und des Masters Raum- und Informationsdesign in Zusammenarbeit mit einem wichtigen Vertreter einer Stadtentwicklungsgesellschaft. Auf die Präsentation der Ergebnisse im Frühjahr sind wir sehr gespannt – aber noch ist X-City streng geheim!

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Ausstellungspraxis (2)

Im Museum für Angewandte Kunst hat uns Dr. Rainald Franz (Leiter der Sammlung Glas und Porzellan) eine aufschlußreiche Einführung in den Schwerpunkt Porzellan gegeben. Helmut Waldhuber (NDU-Dozentin für Lichtplanung)  erläuterte im MAK Design Labor am konkreten Beispiel die Beleuchtung von Exponaten. Außerdem hat uns die von Planet Architects gestaltete Ausstellung „Form folgt Paragraph“  im Architekturzentrum Wien physisch erleben lassen, wie sehr die Gestaltung unserer Umwelt von Normen, Richtlinien und Gesetzen bestimmt wird.

Anfang Dezember setzte sich unsere Exkursionsreihe fort – der zweite Jahrgang besuchte gemeinsam mit NDU-Dozentin Ulrike Haele und ihrem Fach „Trendlabor“ zuerst die 100 besten Plakate Ausstellung im MAK, danach bekamen wir, passend zum aktuellen Semesterthema, eine Führung in der Wiener Porzellanmanufaktur Feine Dinge im fünften Bezirk. Im Anschluss spazierten wir quer durch Wien, plauderten dabei über alle möglichen Trends. Unsere Gespräche setzten wir bei einem Tee im ehemaligen Café Griensteidl und jetzigem Café Rien fort und verfestigten diese mithilfe von Szenariotechniken und unseren mitgebrachten Unterlagen. Neben dem Rien befindet sich übrigens ein temporärer Concept-Store für Mode, Bücher, Accessoires und Kosmetik,  das sich Rienna nennt und angeblich noch bis Jänner 2018 läuft.

Hombroich, Essen, Köln

Zum aktuellen Semesterfokus „Ausstellen“ kann unser Masterstudierengang zu Semesterbeginn einige sehr interessante Benchmarks im Nordwesten Deutschlands besichtigen und analysieren. Die Exkursion beginnt mit der Museumsinsel Hombroich und der nahegelegenen, ehemaligen Raketenstation, in der wir für zwei Nächte untergebracht sind: Das Gästehaus „Kloster“ ist der perfekte Ort, um uns – nach von den Studierenden gekochten Abendessen – bei Workshops auszutauschen. Zu Besuch: Patricia Hepp aus Köln, seit vielen Jahren Mitwirkende im Team der Museumsinsel (und auch verantwortlich für die visuelle Kommunikation), und auch maßgeblich an Konzept und Gestaltung des Kindergartens „Kinder Insel Hombroich“ beteiligt, den wir ebenfalls besichtigen dürfen. Neben den zahlreichen in den Landschaftspark eingebetteten Kunst- und Raumobjekten (Erwin Heerich u.a.) sind auch die Langen Foundation, eines der wenigen in Europa realisierten Gebäude von Tadao Ando, und benachbarte Bauten von Álvaro Siza Vieira oder Raimund Abraham unser Ziel. Der Künstler Oliver Kruse öffnet exklusiv für uns die Türen zu seinem Atelier in einem ehemaligen Raketenhangar.

Am zweiten Tag steht die Zeche Zollverein am Programm, eine enorm weitläufige, ehemalige Industrieanlage (UNESCO-Weltkulturerbe), die nach ihrer Schließung 1986 nach einem Masterplan von OMA/Rem Koolhaas für kulturellen Funktionen nachgenutzt wird, wie etwa durch das Ruhr Museum (HG Merz) oder das Red Dot Museum. Ebenfalls in Essen liegt das Museum Folkwang, das wohl weltweit erste Museum für Gegenwartskunst. Es wurde 2010 von Architekt David Chipperfield umgebaut und wesentlich erweitert.

In Köln können wir schließlich zwei weitere hervorragend gestaltete Museen besuchen: das Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde mit seiner sehr inspirierenden  Szenografie (Atelier Brückner), und das Kolumba Diözesanmuseum, einer konzeptionell und räumlich enorm spannenden Überbauung der Ruine einer romanischen Kirche durch Pritzker-Preisträger Peter Zumthor (2007). Natürlich besichtigen wir auch den weltweit dritthöchten Sakralbau, insbesondere das kontroversiell rezipierte, von Gerhard Richter 2007 neu gestaltete Südfenster.

 

Exkursion Wiener Prater

Samstag, 6. Mai 2017 – am ersten hochsommerlichen Tag dieses Jahres stand für das zweite Semester eine Exkursion im Wiener Prater auf dem Programm. Neben zahlreichen Besuchern aus aller Welt, Erstkommunionskindern mitsamt ihren Familien, Jugendlichen und Praterfans fand obendrein die Lehrveranstaltung „Memoria – Orte des Gedächtnisses“ unter der Leitung von Dekan Dr. Sergius Kodera inmitten des Praters statt. Von den Studierenden wurden verschiedene Fahrgeschäfte analysiert, um zu verstehen wie sogenannte „Orte der Erinnerung“ ein kollektives Gedächtnis umformen. Besonders interessant war der Aspekt, die ausgewählte Praterattraktion aus Gestalter-Sicht bei Tageslicht und in der Dämmerung zu betrachten.

Interne Evaluierung

Im Dritten Jahr des Bestehens des Masterstudiengangs Raum und Informationsdesign ist es Zeit für ein Resumée. Bei einem gemeinsamen Tag im Schwaighof in St. Pölten diskutiert das Kernteam gemeinsam mit Studierenden- und Lehrendenvertretern Perspektiven für das innovative Studium an der Schnittstelle von Architektur und visueller Kommunikation.

Hervorragend begleitet hat die produktive Veranstaltung Matthias Finkentey, Moderator, Coach und Organisationsberater sowie organisatorischer Leiter der IG Architektur.

London Encounters (2)

In fünf Tagen in London haben unsere Studierenden nicht nur aktuelle Trends zum Thema Shopping erforscht, sondern hatten auch die Gelegenheit, mehrere hochinteressante Persönlichkeiten aus den Bereichen Architektur, Design und Visuelle Kultur zu treffen:

Edward Barber, Jay Osgerby und Jason Holley empfingen uns in ihrem Büro Universal Design Studio, ebenso der Kommunikations- und Webdesigner Wolfram Wiedner (Wolfram Wiedner studio). Alexander Grünsteidl, Interaction Design Director bei Method, Inc., leitete  den Workshop „Retail and the City“, bei dem wir Anastassia Karandinou als Gastkritikerin begrüssen durften – sie forscht an der University of East London (UEL) zum Thema Architektur und Wahrnehmung.  Harald Trapp, programme leader Architecture and Design an der UEL, lud uns schließlich zu einem Spaziergang durch Canary Wharf ein und teilte sein großes Hintergrundwissen mit uns. Auch den NDU-fast-schon-Stammgast Joseph Popper, Künstler und Interaction Designer, konnten wir in London wiedertreffen.

Retail and the City – London (1)

Alexander Grünsteidl, Director Interaction Design mit österreichischen Wurzeln bei Method, Inc., lädt zu einem Workshop in die Räumlichkeiten seiner Firma in prominenter Lage im Tea Building in Shorteditch. Zu unserem aktuellen Semesterthema ‚Shopping‘ kann man wohl nirgendwo auf der Welt mehr lernen als in London. In drei Teams erkunden unsere Studierenden hier neue Trends im stationären Handel, was dieser von seiner Online-Schwester gelernt hat, warum Marken Erlebnisse gestalten müssen, was das ganze mit dem Theater zu tun hat und warum es inzwischen fast überall Kaffee gibt.