Laufen x NDU // Pin Up 1

Vergangenen Donnerstag präsentierten die Studentinnen des 1. Jahrgangs ihren Projektzwischenstand, dieser umfasste erste Skizzen für Raumkonzepte, Leitsysteme, Piktogramme, Farbvorschläge sowie Lichtstimmungen, die in einer prototypischen Sanitäranlagen einer Clusterschule zum Einsatz kommen könnten. Unser Gastkritiker DI Michael Thomas, Partner im Atelier Heiss, hat durch seine jahrelange Praxis und Schulbau-Expertise wertvolles und vertiefendes Feedback zu jedem einzelnen Projekt beigetragen. Danke Michael, für Deine Zeit und Deine konstruktiven Inputs!

NDU x LAUFEN x Architekturtage

Während dem uns inzwischen so vertrauten Austausch über Videotelefonie konnte die Besichtigung des Laufen Space Wien zu Semesterstart unter Einhaltung aller Conrona-Maßnahmen zur Freude aller Beteiligten in Präsenz stattfinden.

„NULL NULL – Sanitärräume für Schulen“ – ist der Titel unseres Semesterthemas, passend zum Schwerpunkt der Architekturtage 2021/22, die den Zusammenhang von Architektur und Bildung thematisieren. Die Laufen Österreich AG, als grösster Sanitärproduzent in Österreich, hat die NDU im Rahmen ihrer Programmpartnerschaft eingeladen, im Laufen Space Wien eine Ausstellung zu gestalten und umzusetzen. Aufgrund dieser Konstellation wurde das Konzept entwickelt, die bisher von der Gestaltung eher vernachlässigten Sanitärbereiche von Schulen zu thematisieren.

Unsere hochkarätigen Gäste komplettierten den Intro-Tag mit aufschlussreichen Vorträgen aus ihrer Forschung und Praxis. Harald Gründl berichtete von der ausgeklügelten Technologie von save!, einer Urin-Trenn-Toilette, die EOOS mit dem Industriepartner Laufen entwickelt hat. In seiner Doppelrolle als Vertreter der Architekturtage und Experte für Schulraumarchitektur konnten wir Christian Kühn gewinnen, der über die Entwicklung von Clusterschulen, unterschiedliche Grundrisstypologien und deren Verbindung zu pädagogischen Konzepten in Schulen sprach. Einblicke in die Geschichte und die aktuellen Markenwerte von Laufen gaben uns Christian Schäfer, Geschäftsleitung Laufen Österreich AG, Melanie Berger, Marketingleiterin der Laufen Österreich AG, und Flora Köszegi, Showroom Wien Managerin – vielen Dank für Eure anregenden Berichte, Einblicke und Vorträge!

Feminin Co-Working Space-Finals *unter Frauen

Ein fulminantes, emotionales und ideengeladenes Semester geht zu Ende – vergangenen Donnerstag fanden die Abschlusspräsentationen unseres Semesterprojektes unter der Leitung von Gastprofessorin Laura Karasinski und Prof. Christine Schwaiger statt. Thema war die Gestaltung eines Co-Working Spaces speziell für Frauen, bei der sich die Studentinnen-Teams den verschiedensten Themenbereichen widmeten. Dabei sind facettenreiche und bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Projekte entstanden, die an der Schnittstelle unterschiedlicher Disziplinen beleuchtet wurden – von durchdachten Raumkonzepten, Orientierungssystemen, zur Namensfindung, Markenentwicklung bishin zu Manifesten. Letztere sind übrigens in Form von Posterserien visualisiert worden, die parallel zum Semesterprojekt im Rahmen eines zweitägigen Workshops mit Erwin Bauer entstanden.

Wir konnten die vorgestellten Projekte mit hervorragender Besetzung unserer weiblichen Jury diskutieren: Mitgründerin der Female Founders Lisa Fassl, Teresa Tramontana (@teresa.tramontana), NDU-Absolventin und selbstständige Innenarchitektin und Nina Haidinger, Executive Coach. Herzlichen Dank möchten wir Laura für das großartige Semester in vielerlei Hinsicht aussprechen – unser positives Feedback haben wir Dir ja schon gegeben.

 

Exkursion Lisboa + Porto

Fliesen, Fliesen und noch mehr Fliesen. Das hatten sich die Studierenden des Masterstudiengangs Innenarchitektur und visuelle Kommunikation vermutlich von der fünftägigen Portugal-Exkursion erwartet. Gesehen haben sie allerdings viel mehr: digital entworfene High-Tech-Keramik an der Fassade des MAAT in Lissabon, versenkbare Glasfenster im Teehaus von Álvaro Siza in Porto,  Kork als lokales Innenausbaumaterial, gewellte Glaswände in der Casa da Música vom holländischen Architekturbüro OMA.

Die Morphologie, Architektur und Geschichte von Lissabon und Porto waren ebenso Thema wie Führungen durch das Thalia Theater, das Münzmuseum oder die Casa de Chá da Boa Nova, ein Teehaus des berühmten portugiesischen Architekten Álvaro Siza, das sich malerisch in die felsige Küste des Atlantiks nordwestlich von Porto schmiegt. Beim Besuch von lokalen Architekturbüros, Innenarchitektinnen und Designern, etwa im Ateliers Anahoryalmeida, im Wohn- und Bürohaus von Fala-Atelier. oder ganz besonders bei Can-Ran , dem Büro der Schwestern Catarina und Rita Almada Negreiros , zeigte sich dann doch, wie sehr die Kunst der portugiesischen Fliesen, der„Azulejos“, auch heute noch wichtiges Element der Gestaltung ist.

Spezieller Dank gilt der in Lissabon lebenden österreichischen Architektin Ingrid Murer, die in enger Zusammenarbeit mit Christine Schwaiger sowohl im Vorfeld als auch vor Ort für einen reibungslosen Ablauf unserer eindrucksvollen Exkursion sorgte – Danke Ingrid für deine hervorragenden Führungen, deine zahlreichen Insidertips und die tollen Gespräche.

 

 

 

 

 

Till Weber zu Besuch im Atelier Karasinski

Ortswechsel im wöchentlichen Designstudio des 3.Semesters – zu Gast im Atelier von Gastprofessorin Laura Karasinski gab uns Till Weber aufschlußreiche Einblicke in seine Arbeit mit Textilien und Farben als Creative Director für „Research & Design“ bei vitra im Hauptquartier in der Schweiz. Über die letzten zehn Jahre entwickelte Till Weber in enger Zusammenarbeit mit der Designerin Hella Jongerius eine Farb- und Materialpalette, die inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil der „Vitra Brand Indentity“ zählt, und unter anderem auch im Rahmen seiner Verantwortung für vitras Messeauftritte zum Einsatz kommt. An dieser Stelle, vielen Dank an Till Weber für den inspirierenden Vortrag und Magdalena Wojtowicz (Marketing Manager CHAT) für Eure einzigartigen Einblicke in die Vitra-Philosophie und an Laura für die Einladung und Gastfreundschaft im gemütlichen, erst kürzlich neu bezogenen Atelier Laura Karasinski.

 

 

 

Das Zimmer 18

Am 9.5. fand die Präsentation, des vom Altstadt Vienna für die Masterstudierenden intern ausgelobten Wettbewerbs, für die Neugestaltung des Zimmer 18 statt, das auf rund 20 Quadratmetern das Wiener Lebensgefühl vermitteln soll. Sechzehn Studierende arbeiten hierfür seit Semesterbeginn an einem Entwurf, der nun vor hochkarätigem Publikum präsentiert wurde. Marie Rahm und Louisa Köber von Polka Design sowie Philipp Patzel, Direktor des Hotel Altstadt Vienna zeigten sich beeindruckt von den vielfältigen Entwürfen der Studierenden. Dass die Entscheidung keinesfalls leicht sei, welches Zimmerkonzept endgültig umgesetzt wird, teilten sie uns in der abschließenden Diskussionsrunde mit. Die Spannung bleibt erhalten, denn welcher Entwurf tatsächlich umgesetzt wird, wird erst gegen Ende des Semesters verkündet.

 

Hotellegenden in Salzburg

Die dritte Exkursion zum Thema „Boutique-Hotel“ führte uns am 10.April nach Salzburg, zum Arthotel Blaue Gans, zum Townhouse Weisses Kreuz und zum Hotel Sacher Salzburg.

Treffpunkt war am Vormittag im Hotel Blauen Gans, wo uns der Hotelier Andreas Gfrerer einen Überblick über die Geschichte des Hotels und die aktuelle Gestaltung gab, die Christian Prasser mit seinem Architekturbüro entwickelt hat.  Das Herzstück des Hauses ist das Gewölbe-Restaurant, das seit 1350 besteht. Die alten Mauern, Gewölben und original Wandvertäfelungen und -malereien schaffen eine einzigartige Raumatmosphäre. Besonders im Weinarchiv, ein ehemaliger Jazz-Keller, kann man schnell das Zeitgefühl verlieren. Die schiefen Wände des Altbaus sind auch in den Zimmern spürbar. Alle Hotelzimmer sind individuell gestaltet – vom „ländlichen“ bis zum „noblen“ Salzburg ist in der Zimmerausstattung alles vertreten.

Nach einem Mittagessen in der Blauen Gans ging es zu Fuß weiter ins sogenannte Townhouse Weisses Kreuz. Der Name, und das Gebäude selbst gehen auf das 16. Jahrhundert zurück, nach einer aufwendigen Restaurierung wurde hier im Zentrum der Altstadt eine Art Oase geschaffen. Gestaltet wurde dieser besondere Ort vom belgischen Kunstsammler und Interior Designer Axel Vervoordt. In Zusammenarbeit mit besten örtlichen Handwerksbetrieben wurde das Haus erbaut, das hohe handwerkliche Niveau ist in allen Ecken des Hauses spürbar. Das Townhouse ist von den persönlichen Ideen und Vorstellungen der Hausbesitzerin Claudia Binder geprägt und umfasst insgesamt nur sechs Zimmer. Kalkverputzte Wände und Decken sorgen für ein sehr angenehmes Raumklima. Verteilt über das ganze Haus wurden besondere Details gesetzt – antike Türgriffe, freigelegte Wandmalereien, Steinwände aus dem 16. Jahrhundert – der Umgang mit historischen Materialien schafft sowohl optisch als auch haptisch einen ganz speziellen Charakter.

Unser dritter Stopp unserer Exkursion war das Hotel Sacher Salzburg. Wir wurden von der Experience-Managerin Gudrun Keschar empfangen und durchs Haus geführt. Die einzigartige Sacher Philosophie ist im Hotel sofort spürbar. Das Sacher ist ein privat geführtes Unternehmen in dem familiäre Werte eine große Rolle spielen. Die hohe Qualität spiegelt sich nicht nur im Service, sondern auch in der liebevollen und detaillierten Gestaltung des Hotels wider. Insgesamt verfügt das Hotel über 110 Zimmer und Suiten. Wir bekamen Einblicke in ein Standard Doppelzimmer, einer Junior-Suite und einer regulären Suite. Sie selbst nennen den Einrichtungsstil „Trendition“ – Trend und Tradition. Das Interieur wurde von Alexandra Winkler gestaltet. Die stolze Tradition und der moderne Luxus ziehen sich durchs ganze Haus. Frau Keschar führte uns anschließend noch durch das Restaurant, das Café und den Wintergarten, wo nach abschließenden Worten unsere Salzburg Exkursion zu Ende war.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

 

Fokus Hotel

Im Sommersemester dreht sich alles um das Thema Hotel. Auftakt war eine Exkursion nach Wien, die vielfältiger nicht hätte sein können –

Startpunkt Museumsquartier – Gastprofessor Christof Nardin machte mit uns einen Gräzel-Rundgang, von den Museen über den Spittelberg bis hin zum Glacis Viertel, ehe es zur ersten Besichtigung in das Boutiquehotel Altstadt Vienna ging.

„Die DNA des Altstadt Viennas bestehe zum Einen aus der Lokalität, dem besonderen Ort, an dem es sich befinde, zunächst aus seiner vielfältigen, facettenreichen Bildsprache und außerdem aus einem Refugium von Menschen, die hier einfach so sein können, wie sie möchten“ – dies erzählte uns Philipp Patzel, Direktor des Hotels Altstadt Vienna, bevor er uns durch die verschachtelten Gänge dieser prachtvollen Räumlichkeiten führte und uns Einblicke in einige der 61 Zimmer gab. Die auf fünf Etagen verteilten Zimmer und Suiten  zeichnen sich durch ihre Einzigartigkeit aus. Sie wurden von ausgewählten KünstlerInnen, ArchitektInnen und DesignerInnen gestaltet, mit dem Auftrag, das Wiener Lebensgefühl neu zu interpretieren. Matteo Thun startete 2006 mit einem ganzen Zimmertrakt, weitere Zimmer von DesignerInnen wie Lena Hoschek, Gregor Eichinger oder Lilli Hollein folgten jährlich.

– DAS ZIMMER 18 –

Nun haben Studierende die fantastische Möglichkeit, eines der Zimmer im Altstadt Vienna zu gestalten. Im Rahmen eines geladenen Wettbewerbes (exklusiv an der NDU) innerhalb des Masterstudiengangs Innenarchitektur & visuelle Kommunikation sollen Entwürfe für das Zimmer 18 entwickelt werden, die ebenso das Wiener Lebensgefühl darstellen.

Um den Markt besser kennen zu lernen und zu analysieren, besichtigten wir danach das Boutiquehotel Hollmann Beletage, das Christian Prasser mit seinem Team konzipierte. Assistentin der Geschäftsführung Katharina Gartner und Christian Prasser führten uns durch die Räumlichkeiten und informierten uns über die Entstehungsgeschichte. Der letzte Stop war das Hotel Magdas, ein Hotel mit ungewöhnlichem Konzept, durch das uns die Architektin Johanna Aufner führte. Sie hat als Projektleiterin bei Alles Wird Gut Architekten die motivierende Geschichte des Hotels maßgeblich geprägt. Im Magads Hotel kommen Menschen aus aller Welt zusammen – als Freunde, Gäste oder Mitarbeiter. Im ehemaligen Seniorenheim leben und arbeiten Seite an Seite Hotelgäste und junge Menschen, die flüchten mussten aus Hunger, Krieg oder Verfolgung.

 

 

 

 

 

Alles was Recht ist!

In der diesjährigen Niederösterreichischen Landesausstellung im Schloss Pöggstall geht es inhaltlich um die Geschichte der Rechtsprechung. Für uns Gestalter war jedoch der Hintergedanke des Besuchs zugegebenermaßen ein anderer – die grafische Ausstellungsgestaltung, das Orientierungssystem und viele der Werbemittel stammen von Büro Lichtwitz Leinfellner visuelle Kultur KG. Gewissermaßen an der Quelle sitzend bekamen wir spannende Insiderinfos von unserem Professor Kriso Leinfellner, der uns über die Gestaltungsansätze und Besonderheiten in diesem Projekt berichtete. Die Ausstellungsarchitektur stammt übrigens von den Querkraft Architekten.