Mensch, Raum und Bedeutung

 

Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Raum, Text, Bild und Zeichen, und sozialen Prozessen? Wie können solche durch intelligente Gestaltung ausgelöst oder beeinflusst werden? Der Studiengang Raum und Informationsdesign untersucht die kommunikativen Möglichkeiten von Architektur und das räumliche Potenzial visueller Kommunikation – und das in sehr unterschiedlichen Maßstäben zwischen Smartphone-Display und Stadtraum.

Themenfelder des Studiengangs sind permanente oder temporäre, physische oder virtuelle öffentliche Räume mit hoher Informationsdichte und Durchmischung – wie zum Beispiel Ausstellungen, Vermittlungs-, Verkaufs- und Markenräume, Transit- oder Veranstaltungsräume oder urbane Situationen. Orte des Diskurses und der Interaktion, der Partizipation und des Erinnerns werden neu geschaffen, oder um Orientierungs- und Kommunikationssysteme oder raumgreifende Informations- oder Identitätsprogramme erweitert.

Die konzeptgetriebene, integrierte Entwicklung solcher Räume oder Displays erfordert eine neue Art von Fachleuten an der Schnittstelle von räumlicher und visueller Gestaltung, von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft. ­Diese verstehen Gesellschaft als einen komplexen Prozess des Kommunizierens und des Aushandelns, an den die gestalterische Arbeit anschließen muss. Dazu gehört es, Erzählungen entwickeln und in Räume einschreiben zu können, und deren BenutzerInnen vielschichtige soziale, kognitive und sinnliche Erfahrungen zu ermöglichen.

Gestaltungsaufgaben im Sozialen stellen aber zuerst immer auch grundsätzliche Fragen nach dem Menschen und seinen Motivationen: Wie wird Wahrnehmung zu Information? Wie funktionieren Zeichen, wie Kommunikation? Wie orientieren wir uns im Raum? Wie treffen wir Entscheidungen? Wie entstehen Orte?


Zielgruppe und Ablauf

Das Masterstudium Raum und Informationsdesign richtet sich einerseits an Studierende mit Bachelor-Abschluss in visueller Kommunikation oder Information Design, als auch andererseits in Architektur bzw. Innenarchitektur. Auch Quereinsteiger (etwa aus Landschaftsarchitektur, Soziologie, …) mit einschlägiger Projekterfahrung sind gefragt.

Sie folgen einem der beiden Schwerpunkte – Innenarchitektur oder Informationsdesign – bekommen aber auch detaillierte Einblicke in den jeweils anderen Bereich. Dieses innovative Modell bietet entscheidende Vorteile: als Innenarchitektin oder Innenarchitekt verstehen Sie gleichzeitig die Möglichkeiten des Kommunikationsdesigns zu nutzen; als versierte/r Kommunikationsdesignerin oder -designerin lernen Sie auch in der räumlichen Dimension zu denken und zu gestalten.

In den drei intensiv und individuell betreuten, semesterweisen Design Studios werden innerhalb größerer Themenkomplexe spezifische Entwurfsaufgaben entsprechend des jeweiligen Schwerpunkts gemeinsam erarbeitet. Das wöchentliche Forum fördert Wissensaufbau und Austausch von Lehrenden und Studierenden beider Jahrgänge an der Schnittstelle beider Disziplinen. Das Fach Designforschung verfolgt methodische Analyse- und Kreativitätstechniken, während das Trendlabor sich mit zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigt.

Technische Lehrveranstaltungen vermitteln umfassende Kompetenzen in Bezug auf Materialien, Lichtgestaltung, Siebdruck, Datenvisualisierung und CAD (parametrisches/generatives Design) – zumeist integriert in die konkreten Entwurfsprojekte. Während Seminare zu Themen wie Narration, Memoria – Orte des Gedächtnisses oder kuratorische Studien eine theoretische Grundlage sichern, dienen Exkursionen, Studio- und Ausstellungsbesuche dem Bezug zur aktuellen Praxis und deren intensiver Reflexion.


Interdisziplinare Bildung auf Höhe der Zeit

Das Studium an der NDU garantiert ein zukunftssicheres Ausbildungsniveau und eine Optimierung der eigenen Entwurfs- und Projektpraxis durch die Förderung von konzeptionellem und kritischem Denken und einer klar methodischen Vorgangsweise. Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen bieten außerdem die Möglichkeit, wirtschaftsnahe Spezialisierungen einzugehen. Auch auf die Entwicklung von Organisations- und Präsentationsfähigkeiten wird größter Wert gelegt.


Beruf und Karrierechancen

Das Studium vertieft Spezialwissen in Raumgestaltung und Informationsdesign, und unterstützt die Entwicklung selbstständiger Handlungskompetenz gepaart mit der Fähigkeit, ein Team zu führen. Absolventinnen und Absolventen sind bestens gerüstet, als innovative, interdisziplinäre Gestalterinnen und Gestalter Schlüsselpositionen in internationalen Projekten zu übernehmen – in Design- oder Architekturbüros, in Kunst, Kultur und im Veranstaltungswesen, im öffentlichen Bereich, in Handel und Tourismus, oder auch als selbstständige Expertinnen und Experten.

Dauer: Vier Semester, Vollzeit (geblockt Mi-Fr/Sa).
Abschluss: MA Innenarchitektur bzw. MA Informationsdesign

Für weitere Informationen besuchen Sie die Website der New Design University

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