Ausstellungspraxis (1)

Um mit der Praxis im Bereich Ausstellungsgestaltung näher vertraut zu werden, besuchten wir im Oktober das neue Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich. Ausstellungsgestalter Gerhard Abel (Planet Architects) gab wertvolle Einblicke in Hintergründe, strategische und konzeptionelle Entwicklung und Planung des Projekts und zahlreiche praktische Aspekte in seiner Abwicklung.

 

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Semesteropening mit Porzellan-Workshop

Der Semesterstart fand dieses Jahr nicht wie gewohnt an der NDU statt, sondern an einem aussergewöhnlichen Ort – am Gelände der ehemaligen Geschirrfabrik in Wilhelmsburg. Ziel der Exkursion war es, die Möglichkeiten des Materials Porzellan in all seinen Eigenschaften intensiv zu erfahren und einzusetzen. In drei Workshop-Tagen wurden von den Studierenden jeweils drei Trinkgefäße entwickelt, die eine Geschichte transportieren sollten und an denen die Techniken der Deformation, Addition und der Oberflächengestaltung anzuwenden waren. „Porzellanmeister“ Hermann Seiser stand uns geduldig zur Seite und unterstützte uns beim Testen der unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden. Die fertigen Gefäße wurden im Rahmen einer gemeinsam improvisierten Ausstellung im Fabriksgebäude dem Hausherrn und Museumsdirektor Manfred Schönleitner und den Gästen Christian Schäfer (stellvertretender Geschäftsführer von Laufen Bathrooms AG), Sabina Durdik (Innovationsmanagement von Laufen Bathrooms AG) präsentiert und bei einem gemeinsamen Umtrunk auch gleich verwendet.
Ein definitiv gelungener Semesterstart!

 

 

Shopping 2030: Wien-Exkursion

Am letzten Tag des Wintersemesters stand eine Exkursion nach Wien auf dem Programm. Wir begannen im Conceptstore „Supersense“ im denkmalgeschützten Dogenhof in der Praterstraße mit einer Führung von Florian Kaps, einem der beiden Geschäftsgründer. Anhand der fünf nach den Sinnen gegliederten Stationen (fühlen, schmecken, riechen, sehen, hören)  konnten wir die Faszination von analogen Herstellungsprozessen und den daraus entstehenden Produkten erleben.

Weiter auf der Praterstraße stadteinwärts in der „Vetetage – Salon für Radkultur“, hat uns Geschäftsführer Kurt Stefan detaillierten Einblick sowohl in das Geschäftsmodell als auch in das Corporate Design seines Unternehmens gegeben, dem auch die Shop-Gestaltung folgt: Die schwarz-weißen Linienmuster in Logos und Geschäftseinrichtung sind inspiriert von der Glasserie Bronzit, die Josef Hoffmann 1912 für Lobmeyr entwickelt hat.

Bei einem Bürobesuch bei Christine Schwaiger bekamen die StudentInnen einen Einblick in eines ihrer aktuellen Projekte, die Gestaltung der handWERK Ausstellung im MAK (Brandschutz, Objektlayout, Design; Ausstellungsgrafik: Büro Bauer). Anschließend führte sie bei einem Besuch im MAK durch die Ausstellung, wobei die Gruppe auch von Mag. Viktoria Calvo-Tomek über die Aufgaben der Ausstellungsorganisation und von Dr. Rainald Franz über die Rolle des Kurators informiert wurde.

Shopping 2030 – Endpräsentation

Unser Design Studio zum Thema Marken und Räume hat beachtliche Ergebnisse hervorgebracht. Zur drängenden Frage nach einer möglichen (nahen) Zukunft des stationären Handels haben die Masterstudierenden des Studiengangs Raum und Informationsdesign eine Vielfalt an überraschenden Antworten gefunden, in Form von integrierten Marken-, Display- und Shopentwicklungen – manche sogar inklusive innovativer Produktideen oder gleich einem ganz neuen Geschäftsmodell.

Im wesentlichen geht es in unserem Projekt um eine kohärente Erzählung quer durch alle Erscheinungsformen einer Marke, von Name, ihrem visuellen und räumlichen Ausdruck, hin zur Schaffung von neuen sinnlichen und aktivierende Erfahrungen und Wechselwirkungen. Ganz wichtig dabei ist die Frage der Konkurrenz bzw. Konvergenz von physischen Orten und Online-Kanälen.

Thematische Leitlinie waren Angebote im Wertekanon des fairen Handels – dafür ist unsere Gastjuroren Karin Lebelhuber Expertin. Bei unserem Projektpartner EZA verantwortlich für Shop- und Personalentwicklung im Raum Wien erwies sich als sehr interessante und begeisterungsfähige Diskussionspartnerin. Danke!

 

 

Shopping 2030 – Pin-Up, Tag 2

Im aktuellen Design-Studio-Projekt „Shopping 2030“ geht es um die Frage, wie stationäre Retail Spaces in naher Zukunft funktionieren und mit ihrer Online-Schwester konvergieren werden; wie Marken sich in physischen Räumen ganzheitlich abbilden, und ihre Leistungen kommunizieren und sinnlich erlebbar machen können. Auch im zweiten Teil des Pin-Ups sehen wir einige sehr interessante Ansätze dazu! Und wir sind uns sicher: Der Handel braucht auch in Zukunft reale Orte, und es werden Orte des Sozialen sein!

Zu Gast: Art Direktorin Katrin Smejkal, die uns in einem Kurzvortrag einen Einblick in die Methoden und Projekte der Agentur brainds gibt; Lilly Egger, als Gründerin des Labels Kitsch Bitch selbst Shop-Betreiberin, und Prof. Alexander Tibus (BAU Berlin).

Shopping 2030 – 1. Pin-Up

Bei Teil 1 der Zwischenpräsentation unseres Semesterprojekts „Shopping 2030“ haben wir zwei sehr interessante Diskussionsteilnehmer an Board: Kommunikationsdesigner Alexander Tibus vom Büro Use-ID und Professor an der BAU Berlin, und den Architekten und Produktdesigner Stephan Vary vom Büro LABVERT.
Vary spricht in einem Vortrag über beeindruckende Projekte seines Büros im Retail- und Display-Bereich für internationale Marken wie Christian Dior, Chivas Regal oder L’Oreal – über die Transformation von Marken-Codes, narrative Räume, über neue Technologien und altes Handwerk.

Retail and the City – London (1)

Alexander Grünsteidl, Director Interaction Design mit österreichischen Wurzeln bei Method, Inc., lädt zu einem Workshop in die Räumlichkeiten seiner Firma in prominenter Lage im Tea Building in Shorteditch. Zu unserem aktuellen Semesterthema ‚Shopping‘ kann man wohl nirgendwo auf der Welt mehr lernen als in London. In drei Teams erkunden unsere Studierenden hier neue Trends im stationären Handel, was dieser von seiner Online-Schwester gelernt hat, warum Marken Erlebnisse gestalten müssen, was das ganze mit dem Theater zu tun hat und warum es inzwischen fast überall Kaffee gibt.

 

 

 

A Brand at Hand

Nur wenige Tage Zeit hatten unsere Studierenden, um für ein per Los ermitteltes Produkt eine Marke inklusive Namen und visueller Identität zu entwickeln und ein „ambulantes Vertriebsvehikel“ dafür zu entwerfen.
Die Arbeiten der sieben Kleingruppen sind großartig: Rechnen sie damit, bald etwa einem Bauchladen für den Bienenlockstoff „bien“, der schicken „Brezlpost“, oder  einem Verkäufer der individuell gestaltbaren Strandschlapfen namens „Flick Flock“ über den Weg zu laufen – oder in der Nähe von einem der 600 Wiener Trinkbrunnen einer Figur, der Sie einen faltbaren Trinkcontainer vom Anzug pflücken können.

Für wertvolle Inputs in diesem Aufwärmprojekt zu unserem Semesterthema „Shopping“ sorgte als Gastkritikerin Dr. Ewa Esterhazy, Designkuratorin, Trendscout und ehemals Leiterin des MAK Design Shops.