Exkursion Wien

Selbstverständlich mit Maske in kleinen Gruppen und mit Abstand zueinander besichtigten wir im Oktober ein historisches Gewerbehaus, zwei Museen, ein Festival und waren zu Besuch bei einer renommierten Designerin:

Bei der Vienna Design Week, besuchten wir unter anderem unsere eigene interdisziplinäre Ausstellung „Gendersensibel! Design für Räume, Produkte und Debatten „, in der wir unseren Feministischen Social Space präsentiert haben, den wir im WS 2019 mit Gastprofessorin Laura Karasinski und Studiengangsleiterin Christine Schwaiger entwickelt haben.

Im MAK trafen wir Dr. Rainald Franz (Sammlungsleiter Glas und Keramik) und Dr. Anne-Katrin Rossberg (Sammlungsleiterin Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv), die uns zum Einen mit ihrem umfassenden kunsthistorischen Hintergrundwissen einen guten Überblick in der Schausammlung „Wien um 1900“ gaben und zum Anderen Einblicke in die „Jubiläumsschrift. Die Wiener Werkstätte 1903-1928. Modernes Kunstgewerbe und sein Weg.“ (Originalausgabe von 1929). Dieses beindruckende Buch, bekannt unter dem Namen „Kachelkatalog“, wurde mit dreidimensionalen Buchdeckel aus Papiermaché von Vally Wieselthier, Mathilde Flöge und Gudrun Badisch gestaltet.


Die Wiener Werkstätten hatte ihren Sitz und ihre verschiedenen Werkstätten (Keramik, Papiere, Silber) und einen Schauraum im 1.OG eines noch gut erhaltenen Gewerbehauses in der Neustiftgasse 32-34 in Mariahilf. Dort befindet sich unter anderem das Büro der swap Architekten, das wir besuchen durften. Architekt Christoph Falkner zeigte uns aktuelle Projekte wie z.B. das neu Bibliotheks- und Seminargebäude der BOKU in Wien.


Nadia Zerunian hat uns herzlich in ihrem großzügig angelegten, besonders geschmackvoll eingerichteten „Wohnstudio“ am Stephansplatz empfangen. In einem sehr persönlichen und kurzweiligen Gespräch teilte Sie mit uns ihren Zugang zu Handwerk, Design und zu gesellschaftlichen Fragen im Allgemeinen, sowie ihre Erfahrungen mit dem von ihr mitbegründeten Unternehmen „co/rizom“ das Handwerker in ganz Europa unterstützt.


Auch am Programm stand die erst kürzlich eröffnete Libelle am Dach des Leopold Museums im Museumsquartier, sowie die Ausstellung „Zehn Jahre Klasse für Ideen“ im Designforum Wien und ein Besuch im Haus der Geschichte Österreich, in der Dauerausstellung Neue Zeiten: Österreich seit 1918 .

Musterhafter Semesterstart

Alle „Masters“ wiedervereint – ein persönliches Wiedersehen der StudienkollegInnen ist viel wert. Sowohl das erste als auch das dritte Semester startete mit intensiven Workshops – die Londoner ArchitektInnen Rosa Rogina und Armor Gutiérrez Rivas konnten diesmal zwar physisch coronabedingt nicht anwesend sein, präsent waren sie gewissermaßen aber doch – dank eines großflächigen Displays und der erfahrenen NDU- Alumni Flora Szurcsik vor Ort konnte der „Model Making Workshop“ auch online stattfinden und es fühlte sich so an, als wären die beiden mitten in der Werkstätte bei uns an der NDU. Analog zum Semesterthema „Wiener Werkstätte Revisited“ wurden ausgehend von den Flächenmustern von Josef Hoffmann in selbst hergestellten Silikonformen dreidimensionale Prototypen in Materialitäten wie Paraffin, Jesmonite, Epoxidharz produziert.
Der Auftaktworkshop im dritten Semester geleitet von Typedesigner Johannes Lang von langustefonts, drehte sich um die digitalen Erstellung von Patterns. Vermittelt wurden Gesetzmässigkeiten und Techniken um auch mit wenig Vorkenntnissen erste Experimente zu wagen. Die besten Musterblätter wurden einem Musterbuch dokumentiert, das dann für zukünftige Anwendungen jederzeit hervorgeholt werden kann.

Semester 2 – Finals

Bei unserer (hoffentlich) letzten virtuellen Zusammenkunft am 9.6. präsentierten unsere Studierenden des 2. Semesters ihre finalen Semesterprojekte. Der intensive digitale Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden ist beachtlich.
An unsere Gastkritiker dürfen wir erneut unseren Dank aussprechen, für die unkomplizierte digitale Zusammenarbeit und ihr konstruktives und wertschätzendes Feedback. Diesmal zu Gast waren Dieter Spath, von Spath Arquitectos, Veronika Vogelauer von Vogelauer Architekten und Bettina Brunner-Krenn von X-Architekten.
Das Semester neigt sich langsam dem Ende zu – am 16. und 17.6. werden die finalen Masterprojekte des 4. Semesters präsentiert.
Um die Tradition des nahenden Semester-Closings mit einem Get-Together-Drink beizubehalten, haben wir zum Abschluss trotz Distanz und auf digitale Art und Weise miteinander auf ein zwar spezielles aber erfolreiches Sommersemester 2020 angestoßen.

Virtuelle Zwischenpräsentation

Und wieder versammelten wir uns vergangenen Donnerstag im virtuellen Raum um unseren Studierenden möglichst viel Feedback zu ihren Entwürfen mitzugeben – wir möchten uns diesmal besonders bei unseren Gästen Architektin Ulrike Pitro von ASAP ZT, den beiden Architekten Christian Formann und Stefan Puschmann von F2P Architekten und Manuela Hötzl, der Herausgeberin von 100 Häuser , für ihre Flexibilität und ihr konstruktives Video-Feedback bedanken.
Der Projektfortschritt unserer Studierenden lässt sich sehen – unser straff getakteter Studienalltag hat sich online ausgezeichnet eingependelt. Wir alle freuen uns allerdings SEHR wenn wir uns wieder persönlich und offline treffen können.

 

Vortrag: Sozialer Farbraum

Studiengangsleiterin Prof. Christine Schwaiger spricht am Dienstag, den 28.04.2020 um 19:00 Uhr in Form eines öffentlichen virtuellen Vortrags im Format „Dienstagsgespräch“ auf Einladung der Fakultät Gestaltung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

Hier geht’s zum Zoom Vortrag!

CS

die MAIK’s im Homeoffice

Videokonferenzen, Online-Uploads und Coachings, virtuelle Expertenmeinungen und Arbeitsmodelle aus Materialien, die man zuhause findet – stichwortartige Einblicke in den neuen Alltag unserer Studierenden.
Direkt nach unserer Steyr-Exkursion folgte ein Filmworkshop mit Tapio Snellmann, der, anstatt nach St.Pölten zu kommen, aus seinem Londoner Homeoffice plötzlich aus dem 16. Stock über Clerkenwell plötzlich online unterrichten musste. Heraus kamen dabei interessante Filmkonzepte, die es jetzt zu verfeinern gilt.
Im Designstudio konnten wir unsere „Gastkritiker“-Tradition gewissermaßen beibehalten – für das erste Pin Up erhielten wir hervorragenden Input vom Soziologen und Architekten Harald Trapp, mit dem wir uns online über die Konzepte der Studierenden austauschen konnten. Vielen Dank für die Flexibilität!
Obwohl sich die meisten an die aktuelle Situation gewöhnt haben und Produktivität und  Arbeitspensum sehr hoch sind, freuen wir uns dennoch alle darauf, uns bald wieder sehen und austauschen zu können.

 

THE FUTURE IS OURS – Exkursion in Wien

Nach Bekanntgabe der Aufgabenstellung des Entwurfsprojekts, der Gestaltung eines neuen Jugendzentrums, startete das Sommersemester am 24.Februar mit einem durchgetakteten Exkursionstag in Wien.

Unser Tag begann bei einem der modernsten Sakralbauten Österreichs, am Georgenberg, in der Kirche zur heiligsten Dreifaltigkeit, der Wotrubakirche mit einer eindrucksvollen Führung von Stefan Formann, der in Zusammenarbeit mit seinem Partner Christian Puschmann, gemeinsam f2p Architekten, den 2019 fertiggestellten Zubau der Unterkirche gestaltete und umsetzte. Herzlichen Dank an Stefan Formann für die großartigen und detaillierten Einblicke – einerseits in die spannende Geschichte des „alten“ Bauwerks, andererseits in Eure Gestaltungsideen, Materialwahl, Details und Herausforderungen bei der Umsetzung des hervorragend gelungenen Zubaus, der sich dem monumentalen Bauwerk im wahrsten Sinne des Wortes „unterordnet“, dabei die Sichtbeziehungen Wotrubas Werk nicht verändert und nicht zuletzt unter anderem durch die geschaffene Barrierefreiheit, einen Mehrwert für die pulsierende Gemeinschaft vor Ort schafft.

Am Nachmittag ging es weiter nach Krieau, wo wir die Baustelle der Krieau Tribünen im Viertel Zwei besichtigten. Heide Schicht, Senior Project Managerin bei Value One führte uns gemeinsam mit dem Polier durch die Baustelle, ordnungsgemäß mit Bauhelmen.

Unser Exkursionstag war sehr inspirierend und es zeigten sich einige Parallelen zur Aufgabenstellung des Semesterentwurfsprojekts. Danke an alle Beteiligten!

Auftakt Sommersemester

Zum Semesterauftakt waren wir in der Bibliothek der Angewandten sowie im Lesesaal des MAKs, wo sich die Studentinnen in ihre individuellen Masterthemen vertieften.
Im Anschluss besuchten wir die Ausstellung „The Cindy Sherman Effect“ im Bank Austria Kunsforum, wo uns Kuratorin Bettina Busse in einer exklusiven und aufschlussreichen Führung die wichtigsten Werke und ihr kuratorisches Konzept der Ausstellung näherbrachte. Studiengangsleiterin Christine Schwaiger gestaltete gemeinsam mit Harald Trapp die Ausstellungsarchitektur. Einblicke in ihre Herangehensweise, die Herausfoderungen und die Hintergründe ihres Entwurfs erläuterte sie im Anschluß in einem Vortrag zum „Making Of“ im Tresorraum. Wer sich für Identitäten, Stereotypen und die Rolle der Frau in der Zeit seit Ende der 1970er Jahre interessiert, sollte sich „The Cindy Sherman Effect“ mit Werken u.a. von Pippilotti Rist, Candice Breitz, Sarah Lucas, Eva Schlegel, Ryan Trecartin oder Monica Bonvicini unbedingt noch bis 21.06.20 ansehen.

 

 

Babenbergerhalle – Finals

Auch das erste Semester präsentierte vergangenen Freitag sein erstes finales Semesterprojekt – ein neues Gesicht für die Klosterneuburger Babenbergerhalle.

Neben der NDU-internen Jury waren Architekt Johannes Kraus, der die Studierenden das Semester über konzeptuell begleitete, Kulturstadträtin Verena Pöschl und Mag. (FH) Franz Brenner, Geschäftsführer der Babenbergerhalle bei uns zu Gast. Unsere Klosterneuburger Gäste konnten den Studierenden wertvolle Erfahrungen aus erster Hand mitgeben, die für eine Neunutzung vor Ort unabdingbar sind.

Unsere Studierenden präsentierten vielseitige Entwürfe, die in Einzel- und Teamarbeit entstanden sind und essentielle interdisziplinäre Bereiche abdecken – von parametrischen Entwürfen und umgesetzten Modellen, die für Teilbereiche des Entwurfs visualisiert wurden, über Entscheidungspunkte, Blickachsen, Leitsysteme für eine mühelose Orientierung in der Babenbergerhalle, bishin zur Neunutzung von umliegenden Parkflächen.

 

Feminin Co-Working Space-Finals *unter Frauen

Ein fulminantes, emotionales und ideengeladenes Semester geht zu Ende – vergangenen Donnerstag fanden die Abschlusspräsentationen unseres Semesterprojektes unter der Leitung von Gastprofessorin Laura Karasinski und Prof. Christine Schwaiger statt. Thema war die Gestaltung eines Co-Working Spaces speziell für Frauen, bei der sich die Studentinnen-Teams den verschiedensten Themenbereichen widmeten. Dabei sind facettenreiche und bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Projekte entstanden, die an der Schnittstelle unterschiedlicher Disziplinen beleuchtet wurden – von durchdachten Raumkonzepten, Orientierungssystemen, zur Namensfindung, Markenentwicklung bishin zu Manifesten. Letztere sind übrigens in Form von Posterserien visualisiert worden, die parallel zum Semesterprojekt im Rahmen eines zweitägigen Workshops mit Erwin Bauer entstanden.

Wir konnten die vorgestellten Projekte mit hervorragender Besetzung unserer weiblichen Jury diskutieren: Mitgründerin der Female Founders Lisa Fassl, Teresa Tramontana (@teresa.tramontana), NDU-Absolventin und selbstständige Innenarchitektin und Nina Haidinger, Executive Coach. Herzlichen Dank möchten wir Laura für das großartige Semester in vielerlei Hinsicht aussprechen – unser positives Feedback haben wir Dir ja schon gegeben.