Expertinnen vor Ort

Um das Semesterthema vielseitig zu beleuchten, besuchten uns Daniela Allmeier (Raumpositionen) und Maria Auböck (Auböck Kárász Landscapes Architects) in unserem temporären „Studio 7“ in der Passage im NV Center. Daniela Allmeier thematisierte unter anderem den öffentlichen Raum im Zentrum von St.Pölten und dessen Bedeutung im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadtbewerbung 2024. Dabei wurden interessante Fragen diskutiert, etwa was St. Pölten von Europa und was Europa von St. Pölten lernen kann. Landschaftsarchitetkin Maria Auböck hat uns detaillierte Einblicke in einige ihrer realisierten Projekte gegeben, sie berichtete über Pflanzen als architektonisches Mittel und gab uns, dank ihrer langjährigen Erfahrung, wertvolle neue Denkanstöße, auch in Hinblick auf eine mögliche Begrünung der NV Passage.

Venedig Exkursion – BIENNALE ’18

Im Rahmen der Semesterexkursion verbrachten wir drei Tage bei der Architektur- Biennale in Venedig:

TAG 1
– Beitrag von Andrea, Bettina, Christiane, Lisa, Saskia, Flora, Caro, Michael, Can –

Direkt vom Flugzeug zur Architektur-Biennale 2018 in Venedig. Erster Treffpunkt: Giardini. Österreich Pavillon, der die Ausstellung „Toughts – Form – Matter“ zum diesjährigen Biennale-Thema „Freespace“ beherbergte. Er wurde von den drei Büros LAAC, Henke Schreieck und Sagmeister & Walsh bespielt und soll bisher unbekannte Perspektiven zeigen. Themen wie Freiraum, räumliche Intervention, Raumschöpfung, Symmetrie und Relation, Schönheit und Funktion zeichnen die Ausstellung aus.

Die weiteren Besuche der Länderpavillons Brasilien, Deutschland, Schweiz, Spanien, Frankreich, Japan und Niederlande bis hin zum Hauptpavillon, ließen uns Einblicke in unterschiedlichste konzeptionelle Herangehensweisen gewinnen, die das Thema von verschiedenen Blickpunkten erforschten und in vielfältigster Weise dem Publikum präsentiert wurden.

Den Abend ausklingen ließen wir im Ristorante Giorgione, mit Klassikern der italienischen Küche, Wein, Gesang und Gesprächen über das Gesehene.

 


TAG 2
– Beitrag von Sofia, Patricia, Miriam, Dina, Julia, Sarah, Martina –

Am zweiten Tag in Venedig starteten wir im zweiten großen Ausstellungsort der Biennale, dem Arsenale. Das Arsenale war vor der Industrialisierung der größte Produktionsbetrieb Europas, der zum Bau und zur Aufrüstung von Kriegsschiffen diente. Die Corderia (Seilerei), eine lange wie eindrucksvolle Halle, eignet sich bestens für das Ausstellen.

Beim Durchqueren des Gebäudes erhielten wir Einblicke in unzählige internationale Architekturprojekte, die mit verschiedenen Medien wie Modellen, Plänen oder Installationen präsentiert wurden.

Nach der Mittagspause erkundeten wir das restliche Areal, auf dem sich weitere Länderpavillons zum Biennale-Thema „Freespace“ befanden. Hier wurde durch verschiedene Projekte und Installationen erkennbar, wie die einzelnen Länder das Thema des Freiraums interpretieren.

Zu Fuß und mit dem Vaporetto machten wir uns nach dem Besichtigen auf den Weg zu unserem abendlichen Treffpunkt, der kleinen Bar Cantine del Vino già Schiavi.

 

 

TAG 3
– Beitrag von Joana, Rafaela, Danielle, Sissi, Marie, Anna S., Daniela, Anna W. –

Der letzte Tag in Venedig begrüßt uns ebenso sonnig wie die Tage zuvor.
Mit dem Vaporetto geht es auf die Insel San Giorgio Maggiore. Der erste Stop des heutigen Tages waren die „Vatican Chapels“, für die der Heilige Stuhl zehn ArchitektInnen eingeladen hat um jeweils eine eigenständige Kapelle zu entwerfen und zu bauen.
Am Weg zum Markusplatz haben wir einen Blick ins Hotel Danieli mit seinem berühmten Stiegenhaus geworfen.
Im Negozio Olivetti (der Showroom ist heute ein Museum) angekommen staunen wir über das eindrucksvolle Werk von Architekt Carlo Scarpa. Im nahe gelegenen Kaufhaus Fondaco dei Tedeschi, nutzten wir unseren 15-minütigen Slot auf der Dachterrasse. Venedig zeigte sich hier in schönstem Licht und wir sind ein wenig wehmütig, dass unsere Reise heute schon endet und viel zu schnell vergangen ist.

Mit einem Abschlussglaserl und Cicchetti, bei denen letzte Eindrücke und Erinnerungen unserer eindrucksvollen Reise ausgetauscht werden, beschließen wir die schönen Tage und freuen uns auf weitere gemeinsame Exkursionen und Erlebnisse! Danke!

 

 

 

Lunchtime Lecture + Pin Up I

Das renommierte Studio Mut  aus Bozen war zu Besuch an der NDU! Thomas Kronbichler, einer der beiden Geschäftsführer von Studio Mut überzeugte bei seinem inspirierenden Vortrag der wöchentlichen Lunchtime-Lecture-Serie nicht nur Masterstudierende, sondern auch viele Studierende anderer Studiengänge. Das NDU Auditorium war bis auf den letzten Sessel belegt, ehe es für Thomas Kronbichler zur ersten Zwischenpräsentation des aktuellen Semesterprojekts der Masterstudierenden in das NV-Center ging – als Gastkritiker beurteilte er die Konzepte und Entwürfe der Studierenden und gab ihnen neue, innovative Denkanstöße, die es jetzt zu überarbeiten und umzusetzen gilt.

 

Universal Design Fokus – Wer sind alle?

Dass uns Barrierefreiheit alle betrifft, definitiv kein Randthema mehr ist und in den Mittelpunkt jedes Gestaltungsthemas gehört, hat uns Veronika Egger, Informationsdesignerin und Gründerin von is-Design – Design for understanding bestätigt. Vergangenen Donnerstag war sie in unserem Studio im NV Center zu Gast, um diese wichtige Thematik auch in Hinblick auf unser aktuelles Semesterprojekt  zu beleuchten.

„Universal Design“, „Design for all“, „Inclusive Design“ bezeichnen eine Grundhaltung die in jedem Gestaltungsprozess Bedeutung hat. Mit universellem Design ist also mehr als nur Barrierefreiheit gemeint – es steht für die universelle Nutzung von Räumen, Produkten und Dienstleistungen.

„Wir sind dann erfolgreich, wenn unsere Arbeit unbemerkt bleibt. So absurd das klingt das ist tatsächlich unser Ziel. Denn Informations- und Interaktionsdesign wird nur dann wahrgenommen, wenn es nicht funktioniert.“ (©Veronika Egger, is Design)

„Design for all-Gestaltungen sind:

1. inklusiv (nicht diskriminierend),
2. flexibel (z.B. für Kleine und Große, Links- oder Rechtshänder),
3. einfach und intuitiv (z.B. es ist verständlich, wo ich drücken muss),
4. sensorisch wahrnehmbar (nicht nur sehen, auch tasten oder hören können),
5. fehlertolerant (unbeabsichtigte Aktionen haben keine negativen Folgen),
6. mühelos (ohne körperliche Anstrengung),
7. zugänglich (keine räumlichen, technischen, kognitiven und emotionalen Hindernisse),

plus
8. konsistent (in der Nutzung auf Bekanntes und Gelerntes zurückgreifen können),
9. nachhaltig (begleitend, anpassbar, den ganzen Lebenszyklus betrachtend),
10. attraktiv und komfortabel.“ (©designforall.at, hier weiterlesen)

Vielen Dank für den spannenden Vortrag!

 

Auf ein Neues – Semesterstart ’18/19

Das Team des Masters startet mit vollem Elan in das erste bzw. vierte Semester des, seit Sommer unter neuem Namen geführten Masterstudiengangs Innenarchitektur und visuelle Kommunikation. Der heurige Semesterschwerpunkt liegt in der Um- und Neugestaltung der Passage des, in der St. Pöltener Innenstadt gelegenen NV-Centers, einem Geschäfts- Büro- und Wohngebäude das 2010-2012 umfassend renoviert wurde. Gesucht werden Konzepte, die den Stadtraum erweitern, aber auch nachhaltig Stadtbewohner und Mieter in die, mit viel Potential behaftete Passage bringen. In einem direkt vor Ort eingerichteten Studio sollen von den Studierenden Konzepte und Gestaltungsideen erarbeitet werden. Fokus liegt dabei auf einer Neuprogrammierung der Passage, der generellen Atmosphäre, dem Branding bis hin zur Orientierung – vor allem aber soll sich die Passage in das Stadtleben integrieren.

Im Rahmen eines einwöchigen „Kurzprojektes“ soll für das gerade bezogene gemeinsame Studio eine Identität geschaffen werden, die nach außen hin kommuniziert, was innen vor sich geht. Unterschiedliche Aspekte, wie der Name des „neuen Ortes“, die Kommunikationskanäle, die Raumnutzung sowie Regelwerke zur gemeinsamen Nutzung, werden von den Studierendengruppen thematisiert.

Vielseitiges Semesterende 2018

Das diesjährige Sommersemester war geprägt durch die Vielfalt an unterschiedlichen Projekten – hervorzuheben sind vor allem die individuellen Masterprojekte der Studierenden des 4. Semesters aber natürlich auch die Semesterprojekte des 2. Semesters. Gegen Ende hin arbeiteten wir alle gemeinsam an einer Schlussausstellung, die am 21. Juni in einem leerstehenden Geschäftslokal in der St. Pöltner Innenstadt feierlich eröffnet wurde. Hierfür produzierte der 1. Jahrgang im Rahmen eines Filmworkshops mit Tapio Snellman einen aussagekräftigen Kurzfilm, der den Masterstudiengang an der New Design University in allen ihren Facetten repräsentiert.  Zur Filmpremiere war Prof. Oliver Kartak von der Universität für Angewandte Kunst in Wien zu Gast und hat seine wertvolle Expertise eingebracht.

Das 4. Semester konzipierte eine Ausstellung, die vor allem die eigenen Arbeiten, als auch ein kohärentes Gesamtbild verkörpern sollen. Die Ausstellung wurde in Form eines Workshops mit der multidisziplinären Gestalterin Viktoria Hohl ausgearbeitet, der sich über das gesamte Sommersemester streckte.

Bei den Schlusspräsentationen der Masterarbeiten stellten sich die Studierenden den kritschen Fragen der ProfessorInnen sowie der geladenen Gäste – diesmal  Grafik-Spezialist Josef Perndl und Designkuratorin Ulrike Haele.

 

 

It’s Mid Term!

Wie jedes Semester finden Ende April die Zwischenpräsentationen mit dem Ist-Stand der aktuellen Semesterprojekte statt. Der erste Jahrgang beschäftigt sich momentan intensiv mit dem studentischen Ideenwettbewerb für den Innenausbau eines neuen Gebäudes für die Gründerszene München, während sich das 4. Semester mit ihrer idividuellen sehr unterschiedlichen Masterprojekten auseinandersetzt. Die vorgestellten Projekte wurden diesmal mit den Expertisen von zwei Gästen befruchtet – an dieser Stelle vielen Dank an Grafik Designerin Mag.art. Eva Dertschei vom studio TOLEDO i DERTSCHEI und an Designer Dr. habil. Harald Gründl von EOOS Design, der uns auch über alternative Modelle des Arbeitens und des Designs informiert hat, veröffentlicht im Open-Source-Katalog seines Instituts of Design Research Vienna: „Stadtfabrik: Neue Arbeit.Neues Design.“

 

 

 

Exkursion zur Gründerszene in München

Ein von „unternehmerTUM“ ausgelobter studentischer Ideenwettbewerb war Anlass für eine von Christine Schwaiger und Beate Cesinger (Masterstudiengang „Entrepeneurship & Innovation“) organisierte dreitägige Exkursion nach München. Denn die NDU ist die einzige österreichische Universität, die neben drei deutschen Hochschulen eingeladen wurde, Ideen für die Innenarchitektur und Möblierung für ein Gründer- und Innovationszentrum zu entwickeln.

Nach dem obligatorischen Besuch des Bauplatzes bekamen wir von Helmut Kausler (Workplace Consultant) eine sehr interessante und informative Führung durch das benachbarte Steelcase Learning + Innovations Center. Am Nachmittag besuchten wir das Deutsche Patentamt, wo wir mit Themen wie der Anmeldung und des Schutzes neuer Ideen und Designs vertraut gemacht wurden. Von der Dachterrasse genossen wir einen eindrucksvollen Ausblick auf die Skyline von München. Bei Wayra Deutschland dem Accelerator des Telekomkonzerns Telefónica trafen wir eine internationale Szene von Gründern und bekamen wichtige persönliche Eindrücke und Erfahrungsberichte.

Tag zwei wurde im Forschungs Campus Garching gestartet, wo sich das Zentrum für Innovation und Gründung der TU München und die unternehmerTUM niedergelassen haben. Mark Stabel (Projektleiter) erläuterte im Detail Inhalt und Ziele des neu zu errichtenden Zentrums, bevor wir uns in einem von den Studierenden des Masterstudiengang „Entrepeneurship & Innovation“ konzipierten und moderierten Design Thinking Workshop unmittelbare Einblicke in die Bedürfnisse und Arbeitsweisen der Gründerszene erarbeiteten.

Am dritten Tag vermittelte uns Christiane Friderich (Referentin Wissens- und Technologietransfer) in der Hochschule München anschaulich den Gründungsprozesses eines Start-Ups mit allen Höhen und Tiefen. Abschließend führte uns ein Spaziergang durch den Olympiapark an den Zeltdach-Konstruktionen von Frei Otto vorbei zur BMW Welt von Coop Himmelblau. Das imposante Markenerlebnis- und Auslieferungscenter liegt direkt neben dem „Vierzylinder“, dem Hauptsitz der BMW Gruppe. Dieses wurde wie das Wifi St. Pölten vom Lehrer der Himmelblaus, Karl Schwanzer, Anfang der 1970er Jahre geplant und verweist auf den Erfolg österreichischer Architekten im Umfeld von BMW – woran wir mit einem Gewinn des Wettbewerbs hoffentlich bald anschließen können!

 

 

 

Semesteropening mit Exkursion zu Wittmann

Volles Programm für den Start in das zweite bzw. vierte Semester der MARID Studenten – nach vormittäglicher Semesterübersichts-Präsentation und Projekteinführung geht es am Nachmittag nach Etsdorf bei Krems, genauer gesagt zum Familienbetrieb Wittmann, der vielen ein Begriff sein wird. 1896 als Sattlerei gegründet, spezialisierte sich das Traditionsunternehmen in den 50ern auf die qualitativ hochwertige Herstellung von Polstermöbeln. Wir bekamen eine Spezialführung von einem Mitarbeiter, der schon über dreißig Jahre im Betrieb tätig ist und über alle Phasen der Produktion exakt Bescheid wusste – von der Auswahl der Materialien für die Unterkonstruktion, die Aufarbeitungen der Polsterungen, bis hin zur Lederverarbeitung – Wahnsinn wie viele Handgriffe nötig sind, bis man auf einem echten Wittmann platznehmen darf

 

 

 

Über Multitasking, FOMO, und gehirngerechtes Arbeiten

 

In der Serie der (meist) donnerstäglichen Lunchtime Lectures konnten wir heute einen gerade für KreativarbeiterInnen besonders interessanten Aspekt beleuchten: Auf Einladung von Prof. Leinfellner referiert der Neurobiologe, Coach und Buchautor Dr. Bernd Hufnagl über die evolutionäre Entwicklung unseres Gehirns, die negativen Auswirkungen von Multitasking, Vernetzung und ständiger Erreichbarkeit, und die Wichtigkeit des Tagträumens.

Danke für den höchst spannenden Vortrag (den ersten in der Reihe ganz ohne Bilder!) – wohl alle im Saal haben dabei sehr interessanten Diskussionsstoff mitgenommen.

 

 

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