Hotellegenden in Graz

Die zweite Exkursion zum Semesterthema „Boutique-Hotel“ führte uns am Freitag nach Graz. Und in Graz führt der Weg bei diesem Thema unmittelbar zur Familie Weitzer. Seit Florian Weitzer 2003 das Familienimperium übernahm um es in die nächste Generation zu bringen, blieb kein Stein auf dem anderen. Er diversifizierte die Häuser, baute sie um, verlieh ihnen imposante neue Identitäten und positionierte die Weitzer-Hotels (Hotel Daniel Graz, Grand Hotel Wiesler und Das Weitzer) nach internationalen Maßstäben völlig neu. Seit 2011 ist er mit zwei Hotels (Hotel Daniel Wien, Grand Ferdinand) auch in Wien vertreten. 

Für jedes seiner Häuser entwickelt Florian Weitzer eigenständige, in sich stimmige und außergewöhnliche Konzepte, die laufend neu gedacht werden. Er verzichtet auf die altgediente Sterne-Klassifizierung und überzeugt die Gäste und Besucher seiner Hotels durch neue, einzigartige Botschaften und zeitgemäße Ideen. Mit Mike Fuisz (einer der Geschäftsführer der Agentur moodley) hat Weitzer einen Sparringpartner an der Hand, mit dem er Storytelling und Branding der einzelnen Häuser formuliert. 

Unser erster Stop war das Hotel Daniel am Hauptbahnhof. Vize-Direktorin Myriam Höneckl erwartete uns in der leger gestalteten Lobby und führte uns durch das Haus, wo wir die Zimmer besichtigten. Das neue Highlight im Daniel ist der von Werner Aisslinger entworfene „Loft Cube“ am Dach. Eine Suite mit 360°-Rundum-Blick und Terrasse, die am Dach des 1955 von Architekt Georg Lippert erbauten Hotels aufgestellt wurde. Das Daniel hat früh den Begriff „Smart Luxury“ geprägt.

Mit der Straßenbahn ging es weiter zu moodley, wo wir von Uli Leonhartsberger, Kommunikationsbeauftragte von Moodley und der Weitzer-Gruppe, empfangen wurden. Im Anschluss hat uns Mike Fuisz, über Branding im Allgemeinen und von der Zusammenarbeit mit Florian Weitzer und seinen Hotels im Konkreten erzählt.

Unsere Mittagspause verbrachten wir im Speisesaal (Restaurant des Grand Hotel Wiesler) bei frischer Pasta. Im Anschluss zeigte uns Vize-Direktorin Sophie Krois das Grand Hotel Wiesler aus dem Jahr 1909. Seit 2010 wird das Haus laufend unter dem Motto Jugendstil meets Streetart von Florian Weitzer umgebaut. Neben zeitgenössischer Kunst (von Clemens Hollerer) gab es auch Highlights wie die Suite, die Arnold Schwarzenegger regelmäßig bucht, zu besichtigen. 

In unserer letzten Hotel-Station wartete schon Nicole Schweinzer auf uns. Die Vize-Direktorin des Hotel Weitzer führte uns durch das älteste der Weitzer-Hotels, zeigte die verschiedenen Zimmerkategorien, den neuen Fitness- und Spa-Bereich am Dach (mit Blick auf den Schlossberg!), das Kaffee Weitzer und das Gasthaus Der Steirer. 

Abschließend ging es noch in das Kunsthaus Graz zu „Der Künstler, das Werk und die Ausstellung“ von Jun Yang. Beim Mittagessen hatten wir schon Gelegenheit, ihn kennen zu lernen und von ihm über seine künstlerische Auseinandersetzung zu hören. Jun Yang geht unter anderem auf die Präsentation von Kunstwerken, den Stellenwert von Original und Reproduktion und auf interdisziplinäre Zusammenarbeiten,  die einen wesentlichen Teil seiner künstlerischen Praxis ausmacht, ein. Die sehenswerte Ausstellung läuft noch bis 19. Mai 2019.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei an allen Beteiligten bedanken, die unseren „Hotel-Tag“ in Graz mit Inspiration, Vorträgen und Führungen bereicherten. Allen voran möchten wir uns bei Uli Leonhartsberger für die großartige Unterstützung bedanken.

 

 

 

 

 

 

 

Präsentation Projekt NV-Passage

Vergangenen Mittwoch fand die Abschlusspräsentation unseres Semesterprojekts NV-Passage an einem ganz besonderen Ort statt. Wir wurden eingeladen, unsere Projekte im imposanten Seminarraum der NV Versicherung, einem Glaskubus mitten im St. Pöltener Regierungsviertel zu präsentieren. Dr. Hubert Schultes, Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung, Prok. Rudolf Dolejsi und Immobilienvertreterin Martina Härtensteiner diskutierten gemeinsam mit unserem Prorektor Mag. Johannes Zederbauer und den Studierenden über spannende Projektansätze – ein gelungener Abschluss unseres Semesterprojektes – wir starten nun mit vollem Elan in unser nächstes Semester.

 

 

Fokus Hotel

Im Sommersemester dreht sich alles um das Thema Hotel. Auftakt war eine Exkursion nach Wien, die vielfältiger nicht hätte sein können –

Startpunkt Museumsquartier – Gastprofessor Christof Nardin machte mit uns einen Gräzel-Rundgang, von den Museen über den Spittelberg bis hin zum Glacis Viertel, ehe es zur ersten Besichtigung in das Boutiquehotel Altstadt Vienna ging.

„Die DNA des Altstadt Viennas bestehe zum Einen aus der Lokalität, dem besonderen Ort, an dem es sich befinde, zunächst aus seiner vielfältigen, facettenreichen Bildsprache und außerdem aus einem Refugium von Menschen, die hier einfach so sein können, wie sie möchten“ – dies erzählte uns Philipp Patzel, Direktor des Hotels Altstadt Vienna, bevor er uns durch die verschachtelten Gänge dieser prachtvollen Räumlichkeiten führte und uns Einblicke in einige der 61 Zimmer gab. Die auf fünf Etagen verteilten Zimmer und Suiten  zeichnen sich durch ihre Einzigartigkeit aus. Sie wurden von ausgewählten KünstlerInnen, ArchitektInnen und DesignerInnen gestaltet, mit dem Auftrag, das Wiener Lebensgefühl neu zu interpretieren. Matteo Thun startete 2006 mit einem ganzen Zimmertrakt, weitere Zimmer von DesignerInnen wie Lena Hoschek, Gregor Eichinger oder Lilli Hollein folgten jährlich.

– DAS ZIMMER 18 –

Nun haben Studierende die fantastische Möglichkeit, eines der Zimmer im Altstadt Vienna zu gestalten. Im Rahmen eines geladenen Wettbewerbes (exklusiv an der NDU) innerhalb des Masterstudiengangs Innenarchitektur & visuelle Kommunikation sollen Entwürfe für das Zimmer 18 entwickelt werden, die ebenso das Wiener Lebensgefühl darstellen.

Um den Markt besser kennen zu lernen und zu analysieren, besichtigten wir danach das Boutiquehotel Hollmann Beletage, das Christian Prasser mit seinem Team konzipierte. Assistentin der Geschäftsführung Katharina Gartner und Christian Prasser führten uns durch die Räumlichkeiten und informierten uns über die Entstehungsgeschichte. Der letzte Stop war das Hotel Magdas, ein Hotel mit ungewöhnlichem Konzept, durch das uns die Architektin Johanna Aufner führte. Sie hat als Projektleiterin bei Alles Wird Gut Architekten die motivierende Geschichte des Hotels maßgeblich geprägt. Im Magads Hotel kommen Menschen aus aller Welt zusammen – als Freunde, Gäste oder Mitarbeiter. Im ehemaligen Seniorenheim leben und arbeiten Seite an Seite Hotelgäste und junge Menschen, die flüchten mussten aus Hunger, Krieg oder Verfolgung.

 

 

 

 

 

Semester Finals

Zu Semesterende wurden insgesamt zehn Projekte der Masterstudierenden, in Team- oder Einzelarbeit entstanden, im Studio 7 in der NV Passage präsentiert. Im Wesentlichen ging es um praxisnahe Ansätze für eine Neuprogrammierung der in der St.Pöltner Altstadt zentral gelegenen Passage unter Berücksichtigung diverser Facetten wie die Schaffung von Atmosphären, die Orientierung, das Branding bis hin zur Integration ins Stadtleben. Präsentiert wurden Konzepte, die eine Erweiterung des Stadtraumes darstellen und nachhaltig Stadtbewohner und Mieter in die Passage bringen, mit dem Ziel  integraler Bestandteil der St. Pöltner Innenstadt zu werden.

Die Studierenden präsentierten ihre vielseitigen Ergebnisse – von einem Waschsalon, einem Coworkingspace, „Little Pölten“ als Ort für Kinder, einer Boulderhalle bis hin zu einem interdisziplinären Zetnrum für kreatives Schaffen – und stellten sich dabei den kritschen Fragen der Gastkritiker  DI Daniela Allmeier und Mag. Andreas Fränzl – vielen Dank für Euren Besuch und Euren wertvollen Input!

 

 

Process Studio und Leónidas Martín

Im Rahmen des interdisziplinären Jahresprojektes standen zwei Workshops zur Auswahl. Diese konnten passender nicht besetzt sein. Unter der Anleitung von Leónidas Martín, einem Aktionskünstler aus Barcelona, sowie den Designern Martin Grödl und Moritz Resl (Process Studio) von Process-Studio aus Wien, wurden in zwei motivierten Gruppen in kurzer Zeit sehr interessante Konzepte entwickelt.
Leónidas Martín hat die Studierenden mit „Fence-World“ zur humorvollen Interpretation der sichtbaren und unsichtbaren Grenzen und Barrieren in der Passage im NV Center aufgefordert. Die leeren Pflanzentröge wurden in Packpapier gehüllt, die Raumhöhe als Potenzial für Trampolinflächen erkannt und die Stille als Vorraussetzung für die Nachfrage von Schlafboxen zum „Powernapping“ genutzt.
Martin Grödl und Moritz Resl von Process Studio, die sich in ihren experimentellen Arbeiten mit generativer und interaktiver Gestaltung beschäftigen (wie z.B. das aktuelle Key Visual für das Festspielhaus St.Pölten), haben den Studierenden im Workshop in „Neue Visuelle Instrumente“ eingeführt. Die zunächst relativ einfache Aufgabenstellung, ein quadratisches Plakat mit frei wählbaren Inhalt mittels generativer Methoden zu gestalten, führte so zu erstaunlich komplexen Ergebnissen. 

 

Work in Progress

Zwei Gäste waren im November Impulsgeber für unser Projekt in der Passage – zum einen DI Lukas Antoni, Architekt und Lehrbeauftragter an der TU Wien. Er gab uns sowohl konzeptuell als auch gestalterisch hilfreiche Tipps und plauderte über seine Erfahrungen bei der Planung von Shoppingflächen. Zum anderen sprach Peter Fattinger (Fattinger Orso Architektur) im Lunchtime Lecture Format über experimentelle Rauminstallationen und temporäre urbane Interventionen in Form von benutzbaren Orten, die mit sozialen Schnittstellen im öffentlichen Raum kombiniert sind. Sein Vortrag motivierte die Studierenden, mit neuen räumlichen Ideen zu experimentieren.

Mitte Dezember präsentierten alle Studierenden des Masterstudiengangs ihren Projektzwischenstand. Studiengangsleiterin Christine Schwaiger, Gastprofessor Christof Nardin und Professor Christian Prasser brachten Empfehlungen zur weiteren Projektbearbeitung ein und es wurde vom räumliche Potenzial der verschiedensten Nutzung über das visuellen Erscheinungsbild bis hin zur Namensgebung der „NV Passage“ diskutiert.

 

 

 

Besuch im Studio 7

Kurz vor Jahresende kamen Dr. Hubert Schultes, Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung (NV) sowie Prok. Rudolf Dolejsi, gemeinsam mit unserem Prorektor Mag. Johannes Zederbauer zu uns in das Studio 7 im NV Center. Wir präsentierten erste Einblicke in die Recherchen, Analysen und vielfältigen Projektideen der Studierenden und diskutierten im Anschluß das Potenzial der äußerst zentralen Lage der Passage im Zuge St.Pöltens Bewerbung für die Europäische Kulturhauptstadt 2024.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, für die Möglichkeit dieses Projekt durchführen zu können!

Expertinnen vor Ort

Um das Semesterthema vielseitig zu beleuchten, besuchten uns Daniela Allmeier (Raumpositionen) und Maria Auböck (Auböck Kárász Landscapes Architects) in unserem temporären „Studio 7“ in der Passage im NV Center. Daniela Allmeier thematisierte unter anderem den öffentlichen Raum im Zentrum von St.Pölten und dessen Bedeutung im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadtbewerbung 2024. Dabei wurden interessante Fragen diskutiert, etwa was St. Pölten von Europa und was Europa von St. Pölten lernen kann. Landschaftsarchitetkin Maria Auböck hat uns detaillierte Einblicke in einige ihrer realisierten Projekte gegeben, sie berichtete über Pflanzen als architektonisches Mittel und gab uns, dank ihrer langjährigen Erfahrung, wertvolle neue Denkanstöße, auch in Hinblick auf eine mögliche Begrünung der NV Passage.

Venedig Exkursion – BIENNALE ’18

Im Rahmen der Semesterexkursion verbrachten wir drei Tage bei der Architektur- Biennale in Venedig:

TAG 1
– Beitrag von Andrea, Bettina, Christiane, Lisa, Saskia, Flora, Caro, Michael, Can –

Direkt vom Flugzeug zur Architektur-Biennale 2018 in Venedig. Erster Treffpunkt: Giardini. Österreich Pavillon, der die Ausstellung „Toughts – Form – Matter“ zum diesjährigen Biennale-Thema „Freespace“ beherbergte. Er wurde von den drei Büros LAAC, Henke Schreieck und Sagmeister & Walsh bespielt und soll bisher unbekannte Perspektiven zeigen. Themen wie Freiraum, räumliche Intervention, Raumschöpfung, Symmetrie und Relation, Schönheit und Funktion zeichnen die Ausstellung aus.

Die weiteren Besuche der Länderpavillons Brasilien, Deutschland, Schweiz, Spanien, Frankreich, Japan und Niederlande bis hin zum Hauptpavillon, ließen uns Einblicke in unterschiedlichste konzeptionelle Herangehensweisen gewinnen, die das Thema von verschiedenen Blickpunkten erforschten und in vielfältigster Weise dem Publikum präsentiert wurden.

Den Abend ausklingen ließen wir im Ristorante Giorgione, mit Klassikern der italienischen Küche, Wein, Gesang und Gesprächen über das Gesehene.

 


TAG 2
– Beitrag von Sofia, Patricia, Miriam, Dina, Julia, Sarah, Martina –

Am zweiten Tag in Venedig starteten wir im zweiten großen Ausstellungsort der Biennale, dem Arsenale. Das Arsenale war vor der Industrialisierung der größte Produktionsbetrieb Europas, der zum Bau und zur Aufrüstung von Kriegsschiffen diente. Die Corderia (Seilerei), eine lange wie eindrucksvolle Halle, eignet sich bestens für das Ausstellen.

Beim Durchqueren des Gebäudes erhielten wir Einblicke in unzählige internationale Architekturprojekte, die mit verschiedenen Medien wie Modellen, Plänen oder Installationen präsentiert wurden.

Nach der Mittagspause erkundeten wir das restliche Areal, auf dem sich weitere Länderpavillons zum Biennale-Thema „Freespace“ befanden. Hier wurde durch verschiedene Projekte und Installationen erkennbar, wie die einzelnen Länder das Thema des Freiraums interpretieren.

Zu Fuß und mit dem Vaporetto machten wir uns nach dem Besichtigen auf den Weg zu unserem abendlichen Treffpunkt, der kleinen Bar Cantine del Vino già Schiavi.

 

 

TAG 3
– Beitrag von Joana, Rafaela, Danielle, Sissi, Marie, Anna S., Daniela, Anna W. –

Der letzte Tag in Venedig begrüßt uns ebenso sonnig wie die Tage zuvor.
Mit dem Vaporetto geht es auf die Insel San Giorgio Maggiore. Der erste Stop des heutigen Tages waren die „Vatican Chapels“, für die der Heilige Stuhl zehn ArchitektInnen eingeladen hat um jeweils eine eigenständige Kapelle zu entwerfen und zu bauen.
Am Weg zum Markusplatz haben wir einen Blick ins Hotel Danieli mit seinem berühmten Stiegenhaus geworfen.
Im Negozio Olivetti (der Showroom ist heute ein Museum) angekommen staunen wir über das eindrucksvolle Werk von Architekt Carlo Scarpa. Im nahe gelegenen Kaufhaus Fondaco dei Tedeschi, nutzten wir unseren 15-minütigen Slot auf der Dachterrasse. Venedig zeigte sich hier in schönstem Licht und wir sind ein wenig wehmütig, dass unsere Reise heute schon endet und viel zu schnell vergangen ist.

Mit einem Abschlussglaserl und Cicchetti, bei denen letzte Eindrücke und Erinnerungen unserer eindrucksvollen Reise ausgetauscht werden, beschließen wir die schönen Tage und freuen uns auf weitere gemeinsame Exkursionen und Erlebnisse! Danke!

 

 

 

Lunchtime Lecture + Pin Up I

Das renommierte Studio Mut  aus Bozen war zu Besuch an der NDU! Thomas Kronbichler, einer der beiden Geschäftsführer von Studio Mut überzeugte bei seinem inspirierenden Vortrag der wöchentlichen Lunchtime-Lecture-Serie nicht nur Masterstudierende, sondern auch viele Studierende anderer Studiengänge. Das NDU Auditorium war bis auf den letzten Sessel belegt, ehe es für Thomas Kronbichler zur ersten Zwischenpräsentation des aktuellen Semesterprojekts der Masterstudierenden in das NV-Center ging – als Gastkritiker beurteilte er die Konzepte und Entwürfe der Studierenden und gab ihnen neue, innovative Denkanstöße, die es jetzt zu überarbeiten und umzusetzen gilt.