Alles was Recht ist!

In der diesjährigen Niederösterreichischen Landesausstellung im Schloss Pöggstall geht es inhaltlich um die Geschichte der Rechtsprechung. Für uns Gestalter war jedoch der Hintergedanke des Besuchs zugegebenermaßen ein anderer – die grafische Ausstellungsgestaltung, das Orientierungssystem und viele der Werbemittel stammen von Büro Lichtwitz Leinfellner visuelle Kultur KG. Gewissermaßen an der Quelle sitzend bekamen wir spannende Insiderinfos von unserem Professor Kriso Leinfellner, der uns über die Gestaltungsansätze und Besonderheiten in diesem Projekt berichtete. Die Ausstellungsarchitektur stammt übrigens von den Querkraft Architekten.

 

Studiovisits Berlin 10. – 13. Mai 2017

Spannende Studiovisits quer durch Berlin standen auf unserem dicht gedrängten Exkursionspensum: Zu Beginn starteten wir mit einem Besuch bei Moniteurs, einem Designstudio in Berlin Mitte. Geleitet von Julian Moder, Grafik- und Webdesinger, bekamen wir Einblicke in aktuelle grafische Projekte wie in das Leitsystem des Berliner Hauptstadtflughafens, in die Piktogrammentwicklung der Charité oder in das Orientierungssystem des „Aufbau Hauses“ am Moritzplatz, welches wir später auch besichtigten. Im selben Haus sitzt übrigens auch Modulor, ein Paradies für Architekten und Kreative, bei dem wir einen Zwischenstopp machten.

In Berlin Kreuzberg, weit hinten in einem Innenhof versteckt, trafen wir uns bei HORT, dem Grafikbüro von Eike König, in dessen loftartigem Büro wir einige Zeit verbrachten. Wieder zurück in Berlin Mitte, begegneten wir dem Architekten Olaf Grawert, der uns das viel publizierte Gebäude von Arno Brandlhuber in der Brunnengasse 9 anhand eines Modells zeigte und anschließend durch die, sich im Untergeschoss befindlichen KOW Galerie und dem darüber liegenden Architekturbüro, führte. Gleich gegenüber trafen wir im Anschluss Katrin Middel, eine der GeschäftsführerInnen von Polyform, einem Büro für Grafik-und Produktdesign, die uns spannende Insiderinformationen über aktuell laufende Projekte und wertvolle Informationen für analoge und digitale Leitsysteme gab.

In einem denkmalgeschützten ehemaligen Industrie- und Geschäftsgebäude namens Bikinihaus in Berlin Charlottenburg bekamen wir eine Führung (ja, es gibt tatsächlich Führungen in Shoppingcentern!), in der wir nicht nur wertvolle Informationen über diese „urbane Oase“, sondern auch über das Shopkonzept und über die anliegenden Gebäude, wie die Gedächtniskirche, den angrenzenden Tiergarten und das 25h Hotel, erfuhren.

Als letzten Fixpunkt besichtigten wir die Berliner Philharmonie, die Heimstätte der Berliner Philharmoniker, die 1963 von Architekt Hans Scharoun entworfen wurde. Die neuartige Konzeption des spektakulären Konzertsaals, in der das Podium mit den Musikern den Mittelpunkt bildet, ist mittlerweile Vorbild für Konzerthäuser aller Welt.

Exkursion Wiener Prater

Samstag, 6. Mai 2017 – am ersten hochsommerlichen Tag dieses Jahres stand für das zweite Semester eine Exkursion im Wiener Prater auf dem Programm. Neben zahlreichen Besuchern aus aller Welt, Erstkommunionskindern mitsamt ihren Familien, Jugendlichen und Praterfans fand obendrein die Lehrveranstaltung „Memoria – Orte des Gedächtnisses“ unter der Leitung von Dekan Dr. Sergius Kodera inmitten des Praters statt. Von den Studierenden wurden verschiedene Fahrgeschäfte analysiert, um zu verstehen wie sogenannte „Orte der Erinnerung“ ein kollektives Gedächtnis umformen. Besonders interessant war der Aspekt, die ausgewählte Praterattraktion aus Gestalter-Sicht bei Tageslicht und in der Dämmerung zu betrachten.

Workshops mit Leonidas Martin und Trapped in Suburbia

Zwei interdisziplinäre Workshops mit illustrer internationaler Besetzung: Leonidas Martin, Designer und Aktivist (Enmedio, Barcelona), analysiert gemeinsam mit unseren Masterstudierenden „Beautiful Fences“ in der Stadt Wien – wie wird im öffentlichen Raum durch – mitunter sehr subtile – gestalterische Maßnahmen soziale Kontrolle ausgeübt? Und wie können solche Schranken mit den Mitteln von Kunst, Design und Humor  überwunden werden?

Richard Fussey und Cuby Gerards vom  Büro Trapped in Suburbia aus Den Haag, Holland beschäftigen sich in ihrer Arbeit mit Experience Design – wie kann Gestaltung Menschen aktivieren und Interaktion fördern? In ihrem Workshop laden sie dazu ein, anhand von Zeitungsmeldungen eine beachtliches Ereignis zu jedem Monat des vergangenen Jahres festzumachen (zB. den Brexit) und in Form einer Installation oder eines Spiels sinnlich erfahrbar zu machen.

 

 

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