Ausstellungsgestaltung – 2. Pin-Up

„Ausstellen ist nicht hinstellen, ausstellen ist gestalten.“ (Gottfried Korff)

Der 1. und 2.Jahrgang beschäftigen sich aktuell intensiv mit dem Thema Ausstellungsgestaltung. Das gesamte Areal des Geschirrmuseums Wilhelmsburg ist dafür ein idealer Ausgangsort. Einige der Räume am Gelände sind derzeit nicht in Verwendung und harren einer Verwertung. Vielfältige Ansätze der Studierenden wurden beim Pin-Up präsentiert: wie zum Beispiel die Auseinandersetzung mit dem Material Porzellan anhand von mehreren Stationen verteilt am gesamten Museumsareal, die Wechselwirkung der Stadt Wilhelmsburg und dem Geschirrmuseum,  eine Ausstellung speziell für Kinder, eine Ausstellung über Tisch- und Tafelkultur und die Gestaltung eines Materiallabors.

Gastkritiker Johann Moser vom Wiener Architekturbüro BWM Architekten und Lehrbeauftragter an der TU Graz hat die Diskussion mit seiner langjährigen internationalen Erfahrung als Ausstellungsgestalter inspiriert und abschließend ermutigt interdisziplinäre Gestaltungskompetenzen weiterhin zu vertiefen, im Berufsfeld sind diese ein entscheidender Vorteil.

 

X-City kick-off

Ein sehr interessantes Future-Lab-Projekt startete kürzlich in diesem vergessenen Teil von St. Pölten – mit Studierenden der Bachelor-Studiengängen Grafik-Design, Informationsdesign und des Masters Raum- und Informationsdesign in Zusammenarbeit mit einem wichtigen Vertreter einer Stadtentwicklungsgesellschaft. Auf die Präsentation der Ergebnisse im Frühjahr sind wir sehr gespannt – aber noch ist X-City streng geheim!

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Semesteropening mit Porzellan-Workshop

Der Semesterstart fand dieses Jahr nicht wie gewohnt an der NDU statt, sondern an einem aussergewöhnlichen Ort – am Gelände der ehemaligen Geschirrfabrik in Wilhelmsburg. Ziel der Exkursion war es, die Möglichkeiten des Materials Porzellan in all seinen Eigenschaften intensiv zu erfahren und einzusetzen. In drei Workshop-Tagen wurden von den Studierenden jeweils drei Trinkgefäße entwickelt, die eine Geschichte transportieren sollten und an denen die Techniken der Deformation, Addition und der Oberflächengestaltung anzuwenden waren. „Porzellanmeister“ Hermann Seiser stand uns geduldig zur Seite und unterstützte uns beim Testen der unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden. Die fertigen Gefäße wurden im Rahmen einer gemeinsam improvisierten Ausstellung im Fabriksgebäude dem Hausherrn und Museumsdirektor Manfred Schönleitner und den Gästen Christian Schäfer (stellvertretender Geschäftsführer von Laufen Bathrooms AG), Sabina Durdik (Innovationsmanagement von Laufen Bathrooms AG) präsentiert und bei einem gemeinsamen Umtrunk auch gleich verwendet.
Ein definitiv gelungener Semesterstart!

 

 

Alles was Recht ist!

In der diesjährigen Niederösterreichischen Landesausstellung im Schloss Pöggstall geht es inhaltlich um die Geschichte der Rechtsprechung. Für uns Gestalter war jedoch der Hintergedanke des Besuchs zugegebenermaßen ein anderer – die grafische Ausstellungsgestaltung, das Orientierungssystem und viele der Werbemittel stammen von Büro Lichtwitz Leinfellner visuelle Kultur KG. Gewissermaßen an der Quelle sitzend bekamen wir spannende Insiderinfos von unserem Professor Kriso Leinfellner, der uns über die Gestaltungsansätze und Besonderheiten in diesem Projekt berichtete. Die Ausstellungsarchitektur stammt übrigens von den Querkraft Architekten.

 

Exkursion Wiener Prater

Samstag, 6. Mai 2017 – am ersten hochsommerlichen Tag dieses Jahres stand für das zweite Semester eine Exkursion im Wiener Prater auf dem Programm. Neben zahlreichen Besuchern aus aller Welt, Erstkommunionskindern mitsamt ihren Familien, Jugendlichen und Praterfans fand obendrein die Lehrveranstaltung „Memoria – Orte des Gedächtnisses“ unter der Leitung von Dekan Dr. Sergius Kodera inmitten des Praters statt. Von den Studierenden wurden verschiedene Fahrgeschäfte analysiert, um zu verstehen wie sogenannte „Orte der Erinnerung“ ein kollektives Gedächtnis umformen. Besonders interessant war der Aspekt, die ausgewählte Praterattraktion aus Gestalter-Sicht bei Tageslicht und in der Dämmerung zu betrachten.

Die Sprache der (neuen) Materialien

IMG_2748 Chris Lefteri, international gefragter Materialexperte mit Bürositz in London, Seoul und Singapur war wie jedes Jahr im SS an der NDU um in zwei Workshops zur „Sprache der (neuen) Materialien“  in das unendliche Wissensfeld von neuen und altbekannten Materialien einzuführen. In vier Tagen entwarfen die Studierenden des Masters vier „Material Persönlichkeiten“,  mit visuellen, sensorischen, emotionalen und zu guter Letzt funktionalen Qualitäten. Zu diesen Persönlichkeiten wurden vielseitige Experimente durchgeführt – es entstanden Material-Moodboards, Kugelbahnen, Bücher und sogar Lampen!