Steyr im Eiltempo

Unser Exkursionsprogramm war am 12.März auf Grund Coranavirus Ovid-19 nur teilweise durchführbar –  zumindest die wesentliche Ausgangsbasis für das aktuelle Semesterprojekt konnten wir gerade noch besichtigen und uns somit nun das Arbeiten von zu Hause entscheidend erleichtern. Vielen Dank an Projektinitiator Hannes Krisper und Pastoralassistentin Mag. Angelika Paulitsch, die uns vergangenen Donnerstag die Räumlichkeiten in und um das Seelsorgezentrum Ennsleiten in Steyr näherbrachten – ein besonders geschichtsträchtiger Ort, sowohl architekturhistorisch als auch sakral- und sozialgeschichtlich, den es nun wiederzubeleben gilt.
In kleinem Kreis hatten wir im Anschluss die exklusive Möglichkeit einer Privatführung von Gernot Hertl, der uns das Konzept hinter dem Gartenhaus erläuterte – von einem alten, stark renovierungsbedürftigen Bauernhaus mit neuen Betonmauern – das Innen und Außen verbindet und zu einem Ort der Zusammenkunft und gleichzeitig des Zurückziehens geworden ist – ein Refugium eben.

Exkursion Lisboa + Porto

Fliesen, Fliesen und noch mehr Fliesen. Das hatten sich die Studierenden des Masterstudiengangs Innenarchitektur und visuelle Kommunikation vermutlich von der fünftägigen Portugal-Exkursion erwartet. Gesehen haben sie allerdings viel mehr: digital entworfene High-Tech-Keramik an der Fassade des MAAT in Lissabon, versenkbare Glasfenster im Teehaus von Álvaro Siza in Porto,  Kork als lokales Innenausbaumaterial, gewellte Glaswände in der Casa da Música vom holländischen Architekturbüro OMA.

Die Morphologie, Architektur und Geschichte von Lissabon und Porto waren ebenso Thema wie Führungen durch das Thalia Theater, das Münzmuseum oder die Casa de Chá da Boa Nova, ein Teehaus des berühmten portugiesischen Architekten Álvaro Siza, das sich malerisch in die felsige Küste des Atlantiks nordwestlich von Porto schmiegt. Beim Besuch von lokalen Architekturbüros, Innenarchitektinnen und Designern, etwa im Ateliers Anahoryalmeida, im Wohn- und Bürohaus von Fala-Atelier. oder ganz besonders bei Can-Ran , dem Büro der Schwestern Catarina und Rita Almada Negreiros , zeigte sich dann doch, wie sehr die Kunst der portugiesischen Fliesen, der„Azulejos“, auch heute noch wichtiges Element der Gestaltung ist.

Spezieller Dank gilt der in Lissabon lebenden österreichischen Architektin Ingrid Murer, die in enger Zusammenarbeit mit Christine Schwaiger sowohl im Vorfeld als auch vor Ort für einen reibungslosen Ablauf unserer eindrucksvollen Exkursion sorgte – Danke Ingrid für deine hervorragenden Führungen, deine zahlreichen Insidertips und die tollen Gespräche.